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Moving Stories

  1. Moving Stories

10. Februar bis 30. September 2022

Moving Stories

Die Reichtümer des Limes

 

 

Vor 2000 Jahren zog sich quer durch die Niederlande der Limes, die Grenze des Römischen Reiches. Soldaten aus allen Himmelsrichtungen kamen an den Rhein, um Forts und Wachttürme am Südufer zu bauen und zu besetzen; Familien, Händler und Handwerksleute folgten ihnen. Alles, was sie kannten, ließen sie hinter sich, gelegentlich aus eigenem Antrieb, oft aber auch gezwungenermaßen. Moving Stories verbindet diese alte Geschichte mit Erzählungen der heutigen Migration. Archäologen und zeitgenössische Künstler begaben sich auf die Suche nach den „moving stories“, den bewegenden Geschichten der Migration.

Verborgene Geschichten

Welche Menschen trugen einst diese Schuhe, befestigten ihre Kleidung mit dekorierten Spangen oder schützten sich mit Amuletten vor Unheil? Wo kamen sie her, welchen Weg hatten sie zurückgelegt?
In den kleinen Alltagsobjekten, die in der Erde und den Flüssen am Limes entlang gefunden wurden, verstecken sich zahllose Geschichten, die bisher kaum näher beleuchtet wurden. Ihre Besitzer kamen bestimmt nicht nur aus Italien, sondern auch aus dem heutigen Spanien, Österreich, Mazedonien, England und sogar aus dem Mittleren Osten. So entwickelte sich in der römischen Grenzstadt Nimwegen eine multikulturelle Gesellschaft. Trotz des 2000 Jahre währenden Zeitabschnitts, der diese Welt von der unseren trennt, gibt es mehr Übereinstimmungen als Unterschiede für die Ursachen, die Menschen ihren Wohnort wechseln ließen. Krieg, Unterdrückung, Hunger oder der tiefe Wunsch, ein besseres Leben aufzubauen, sind bis heute Triebfedern zur Migration.

  • Otobong Nkanga, Revelations, 2020. Courtesy the artist and Lumen Travo gallery. Foto: Øystein Thorvaldsen.
  • Gezichtspot met fallusvoorstellingen, tweede helft 1ste eeuw na Chr. Collectie Museum Het Valkhof, Nijmegen. Foto: Clara Berger.
  • Grafsteen voor een legerofficier, vermoedelijk tweede helft 2de eeuw na Chr, kalksteen. Bruikleengever: collectie LVR-LandesMuseum Bonn, Bonn. Foto: Jürgen Vogel.
  • Loek van Vliet, Kops Plateau op de stuwwal, Nijmegen, 2021.

Public-in-Residence

Museum Het Valkhof hat fünfzehn Menschen aus der Umgebung von Nimwegen eingeladen, alle mit nicht-niederländischem Hintergrund. Zusammen gestalteten sie die Public-in-Residence, indem sie wie eine Art Gastkurator über die Ausstellung sowie die Aktivitäten drumherum mit überlegten. Die archäologische Sammlung des Museums veranlasste zu Gesprächen über: Loslösung, Ohnmacht, Migrationsrouten, Dialog miteinander eingehen, Identität, „der Andere“ und Zuhause. Dies fand Widerhall in persönlichen Geschichten der Public-in-Residence-Mitglieder, die sie in einigen Zusammenkünften miteinander austauschten, und ist Teil der Ausstellung sowie der Publikation. Welchen Weg haben Sie zurückgelegt? Wo treffen unsere Geschichten aufeinander? Unterschiedlichste und bewegte Erzählungen, die zeigen, dass die heutige Migration nicht sehr von der damaligen abweicht. Auch die sich an der Schau beteiligenden zeitgenössischen Künstler empfinden Migration als bedeutsames Thema. Natürlich luden sie die Public-in-Residence voller Tatendrang dazu ein, Erfahrungen miteinander auszutauschen. Einige von ihnen verarbeiteten den Input in neue Werke für die Ausstellung. So wurde Moving Stories für Museum Het Valkhof ein umfangreiches Zusammenarbeitsprojekt, worauf man stolz sein kann.

Moving Stories

Die Schau Moving Stories, die Reichtümer des Limes ist Bestandteil des Projekts Ontgrenzen (Entgrenzung), einer vierjährigen Zusammenarbeit zwischen Museum Het Valkhof und Museum Arnhem, ermöglicht von der staatlichen „Basisinfrastruktur“-Förderung für regionale Museen (BIS). Mit Ontgrenzen bieten diese Museen einen Auftakt zu einem innovativen Publikumsansatz. Indem man eine wechselnde Public-in-Residence aktiv bei allen Aspekten von Ausstellungen und dazugehörenden Events mit einbezieht, wird wichtiges neues Wissen zusammengetragen und Erfahrungen mit neuen Besuchern geteilt. So leistet das Projekt auch einen Beitrag zur Bereicherung des Museums als Institut.

  • Narges Mohammadi, Almost There, 2020 Leem. Courtesy kunstenaar. Foto: AG, Ruimte voor nieuwe kunst en media, Utrecht.
  • Kinderschoen, ca. 95-105 na Chr., leer. Bruikleengever: collectie The Vindolanda Trust, Hexham. (onderdeel van 6 stuks schoeisels).
  • Bouchra Khalili, The Constellations #6, 2011, zeefdruk. Frac, Provence-Alpes-Côte d’Azur
  • Amulet in Ghallische traditie, 100 voor Chr. – 100 na Chr., koperlegering, gevonden in de Loowaard. Particuliere collectie. Fotograaf: Wil Kuijpers.
  • Patricia Kaersenhout, Food for Thought, 2018. Bruikleengevers: Familie Servais, Brussel; European Investment Bank, Luxemburg. Foto: Aad Hoogendoorn.

Der Limes

Der niedergermanische Limes wurde im Juli 2021 als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet. Dieser Teil der Grenze des Römischen Reichs erstreckte sich am Rhein entlang von der Nordseeküste bis hin zum Eifelgebirge, südlich von Bonn. Aufgrund der strategischen Lage wurden auf dem Grundgebiet des heutigen Nimwegens mehrere Forts erbaut. Dieser Ort entwickelte sich zu einem wichtigen militärischen und wirtschaftlichen Zentrum der römischen Niederlande. Zu dem UNESCO-Welterbe in diesem Gebiet gehören jetzt der Valkhofhügel, das Kops Plateau, der Hunerberg und das römische Aquädukt, das sich von Berg en Dal bis hin zum Hunerberg in Nimwegen-Ost erstreckte.

Künstler: Tudor Bratu, Ni Haifeng, Nicoline van Harskamp, Patricia Kaersenhout, Kimsooja, Susanne Khalil Yusef, Bouchra Khalili, Narges Mohammadi, Otobong Nkanga, Antonis Pittas, Mayra Sérgio, Mounira Al Solh, Jennifer Tee
Public-in-Residence-Teilnehmer: Sam Alqalqeely, Özden Cosgun, Dawit Tesfay Haile, Kenneth Macnack, Dana Al Mashhadani, Marlène Melfor, Moeïsha Molina, Farida Nabibaks, Celia Okoro, Martinus Papilaja, Peter van Riel, Linda Sloane, Eduard Stepanjan, Ceren Uzuner, Mustafa Yavuz
Kuratoren: Marie Stel (Konservatorin für moderne und zeitgenössische Kunst im Museum Het Valkhof) und Marenne Zandstra (Konservatorin für Archäologie im Museum Het Valkhof)

Prozessmanager Ontgrenzen: Marisa Monsanto

Ministerie van Onderwijs, Cultuur en Wetenschap - Provincie Gelderland - Gemeente Nijmegen - Mondriaan Fonds - Gravin van Bylandt Stichting

 

Presse

Für weitere Informationen und/oder Bildmaterial können Sie Kontakt aufnehmen mit der Abteilung Marketing & Kommunikation über marketing@museumhetvalkhof.nl.

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